Skydive und Tongariro Alpine Crossing

Fr. 09.04. bis So. 11.04. Taupo
So. 11.04. bis Do. 13.04. Turangi

Am Freitag, den 09. April ging es also weiter. „Worken“ gehoerte der Vergangenheit an und „Traveln“ sollte Gegenwart und Zukunft sein!
Nach kurzen Stops bei Kiwi360 (Park in Te Puke, in dem man gefuehrte Touren durch Kiwiplantagen und –packhaeuser machen kann), um im Souvenirshop zu bummeln und Fotos zu schiessen und in Rotorua, um einzukaufen und zu tanken, sind wir nach zwei Stunden Fahrt im Lake Taupo District angekommen.
Bevor wir uns das Stadtzentrum naeher angeguckt haben, sind wir zu den beruehmtesten Wasserfaellen Neuseelands gefahren. Die Huka Falls mit ihrem unbeschreiblichem Blau waren ganz schoen wild und einige Fotos wert.
Anschliessend wollten wir zu den Craters of the Moon und uns Taupos Vulkangebiet anschauen.
Da uns ein Rundgang allerdings $ 6 gekostet haette und wir sowieso noch vorhatten das Tongariro Alpine Crossing zu machen (Wanderung durch Gebiet zweier Vulkane), haben wir das gelassen und sind in die Stadt gefahren.

Und Taupo ist eine wirklich schoene Stadt. Vor allem der See, ein Vulkankrater so gross wie Singpur, ist echt gigantisch und bietet jede Menge Attraktionen. So kann man bspw. Parasailing oder Rundfluege mit Wasserflugzeugen machen; Golfer koennen ihr Glueck beim Hole in One versuchen und am Seeufer lassen sich Bimssteine sammeln.

Die naechsten Tage haben wir nach Wanderschuhen fuer Kristin und einer Regenjacke fuer mich gesucht und beides im Warehouse gefunden.
Das Warehouse ist hier sowas wie eine Mischung aus Ikea (Moebel), Aldi (Klamotten) und Krimskramsladen. Hier findet man eigentlich alles recht billig.
In der oertlichen Buecherei hab ich meinen Buechervorrat aufgestockt:
Ein deutsches Buch wurde mir geschenkt und ein englisches habe ich fuer $ 1 gekauft. Jetzt habe ich wieder was zu lesen – was so eine Reise fuer einen Buecherverschleiss mit sich bringt ist echt unglaublich.
In drei Monaten habe ich schon acht Buecher gelesen!

Skydive
Am Sonntag sollte es passieren. Aufgewacht in Wolken und Dunst, hatten Kristin und ich ein bisschen Schiss, dass er abgesagt werden wuerde, aber schon um 10 Uhr waren mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein wieder beste Voraussetzungen! Unserem Sprung aus 12 000 Fuss (3657,6m) mit 40 Sekunden freiem Fall stand nichts mehr im Wege... J

Mit einer weissen Limousine wurden wir zum Taupo Airport kutschiert und bekamen eine kurze Einweisung mittels Video – so konnten wir uns auf das Kommende besser vorbereiten und gleichzeitig sehen, wie unsere DVD spaeter in etwa aussehen wuerde.
Wir hatten naemlich das komplette Paket gebucht:
Fuer $ 439 war uns ein Tandemsprung aus 12 000 Fuss, 40 Sekunden Freefall, Videomitschnitt per Handycam, Fotos, eine brilliante Aussicht auf Lake Taupo und ein gratis Skydive T-Shirt sicher!
Darueberhinaus konnten wir aus ca. 30 verschiedenen Musiktiteln waehlen, mit welcher Musik die verschiedenen Phasen (Intro, Freefall, Landung) unseres Abenteuers unterlegt werden sollen.

Nachdem wir also die wichtigsten Infos bekommen und alle anstehenden Entscheidungen getroffen hatten, wurden wir einem Jumper zugeteilt.
Lee, ein lustiger Kerl mit neuseelaendisch-beflaggtem Helm, nahm Kristin unter seine Fittiche. Lee und Kristin waren die letzten, die das pinke Flugzeug bestiegen...und somit auch die ersten, die es wieder verlassen wuerden!
Nach fuenf minuetigem Flug, letzten Videoflaxereien und in einer Hoehe von 3657,6 Metern war es dann soweit. It’s Jumptime!

Haette ich geblinzelt, haette ich Kristins Absprung verpasst – so schnell waren die beiden weg. Wuuusch...kein zoegern, ein letztes Zurueckblicken...weg waren sie.
Und dann war auch schon ich an der Reihe.
Mein Partner Logan, ein ca. 30 jaehriger, recht gut aussehender, aber zwei Koepfe kleinerer Kerl, der meiner Meinung nach zu kurze Arme hatte, um mich mit der am Handgelenk befestigten Cam zu filmen, hat seinen Job wider erwarten doch recht „gut“ gemacht...
Meine Sorgen waren vollkommen unnoetig. Meine im Winde wabbelnden Wangen, weit aufgerissenen Augen und angsterfuellten Blicke (ich hatte waehrend des Freefalls das Gefuehl keine Luft zu kriegen und hab den Mund deswegen immer weiter aufgerissen) hat Logan trotz zu kurzer Arme perfekt mit der Cam eingefangen.
Naja, wenigstens gibt’s was zu lachen! J

Viel mehr kann ich zu meinem Skydive Erlebnis auch gar nicht sagen. Es war purer Nervenkitzel, aufregend, atem(be)raubend, unglaublich spassig, super schnell vorbei und eine verdammt coole Erfahrung!
Detaillierter und jedes Gefuehl beschreibend kann ich das leider nicht zu Papier bringen – noch nicht einmal in Worte fassen!
Auch Kristin war mehr als nur begeistert und hatte mit Lee noch einen Specialeffect:
Fuer Lee war es naemlich ein ganz besonderer Sprung.
Nein, er ist nicht zum 10 000sten Mal gesprungen – in genau dem Moment, als Kristin und Lee das Flugzeug verlassen hatten, wurde er zum ersten Mal Vater und erhielt die freudige Nachricht gleich bei Ankunft auf festem Boden.
J

Unser Skydive Abenteuer war also ein voller Erfolg! Um alles besser nachempfinden zu koennen, seid geduldig, wartet noch 2 ½ Monate auf uns, guckt euch unsere DVDs an oder springt selbst – beides werdet ihr nicht bereuhen!

Tongariro Alpine Crossing
Noch am Sonntagabend sind wir ans unterer Ende des Taupo Sees gefahren.
In Turangi haben wir uebernachtet und sind am naechsten Morgen um 6 Uhr zum Ketetahi Car Park gefahren. Um 7:15 Uhr wurden wir dort von einem Bus abgeholt zum Start Point, dem Mangatepopo Car Park befoerdert und stiefelten um 7:45 Uhr mit unseren mit Essen, Trinken und Regenjacken gefuellten Rucksaecken los.
19,4km lagen vor uns!
Die anfangs noch ebenen, einfachen Wanderwege wurden zu teilweise echt schwierigen Passagen, wo man ueber Felsen klettern, ziemlich steile Haenge hinter sich lassen und Treppenstufen emporsteigen musste. Es war wirklich anstrengend!
Der Blick vom hoechsten Punkt des Tongariro Crossings entschaedigte aber fuer alles.
Bei super schoenem, fast wolkenlosem Wetter und angenehmen Temperaturen, verwoehnten wir unsere Augen mit Aussichten, die es sonst nur auf Fotos oder Filmen zu sehen gibt.
Einen entfernten, schneebedeckten, riesigen Vulkan (Mordor aus Herr der Ringe) und Mt. Ngaruhoe oder so aehnlich, (Mt. Doom im Herrn der Ringe), sowieso knallig farbige Seen und sogar Heide (!) haben wir auch gleich fotografisch festgehalten.
Nach insgesamt 8 Stunden wandern, wovon 1 ½ Stunden Pause gemacht wurde, waren wir platt, unsere Fuesse schmerzten und der Muskelkater in Beinen und Waden kuendigte sich schon an.
Meine super Wanderschuhe hatte ich leider nicht genug eingelaufen, so dass ich an jeder Hacke eine offene, recht grosse Blase hatte, die verdammt weh taten.
So sind wir nachmittags zurueck nach Turangi gefahren und haben noch eine Stunde die warmen Pools des Schwimmbads sowie die Duschen genutzt.
Nach dem Essen gings dann auch fix ins Bett – der Tag war super schoen, anstrengend und wir verdienten unseren Schlaf J.

19.4.10 00:52

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