Planaenderung

Mo. 22.03. Te Puke, Di. 23.03. - Do. 25.03. Rotorua

Da wir am Montagmorgen, den 22.03. (sollte unser 1.Arbeitstag sein) noch keine sms bezueglich Arbeitsstart bekommen hatten, sind wir erst mal zu Seeka gefahren, um nach zu fragen.
Elaine begruesste uns dann auch gleich mit den Worten "Donnerstag!". Na vielen Dank, dass haette sie uns ja auch ruhig mal smsen koennen. Bloede Kiwisaison. Unsere Laune war im Keller. Kristin war genervt, dass das Geld noch nicht ins Portemonaie fliessen wuerde und ich war nicht gewillt noch 2 1/2 Tage in Te Puke rumzugammeln.
So beschlossen wir den Plan zu aendern! Rotorua, vorerst als Wochenendtrip einkalkuliert, wollten wir nun vorziehen und am naechsten Tag auch schon aufbrechen.
Los gings also am Dienstag, den 23.03. In Rotorua, der Stadt mit der hoechsten Einwohnerzahl an Maoris und DEM Touristenzentrum Neuseelands, wurden wir von ueblem Schwefelgestank und Regen begruesst. So gut wie ueberall in der Stadt riecht es nach verfauelten Eiern und egal wo man hinsieht qualmt es.
Nirgendwo wie hier sind die vulkanischen Taetigkeiten unter der Erde so gegenwaertig. Im Kuriau Park haben wir blubbernde Schlammbaeder gesehn, verschiedenfarbige Seen, die sich durch die Hitze unter der Erde auf keine Ahnung wie viel Grad Celsius erwaehrmen (aber sie sind wirklich sehr heiss) und natuerlich ueberall Rauch! Echt Wahnsinn!
In dafuer vorgesehenen Becken, haben Kristin und ich noch ein Fussbad genommen und sind dann um 17:30 Uhr abgeholt worden; unsere "Te Po - indigenous evening experience" (eine Maori Village Tour fuer $ 99) sollte beginnen.

Zuerst versammelten wir uns alle um einen Stein, umgeben von 12 verschiedenen Pfaehlen, in die maorische Fratzen geschnitzt waren.
Unser Guide erzaehlte uns, dass die 12 Gesichter die maorischen Goetter und die vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) darstellen. Als er dann auf die verschiedenen Maori Staemme zu sprechen kam und die Rangordnung erlaeuterte, suchte er den aeltesten Herren aus der Gruppe und erklaerte ihn zu unserem Stammeshaeuptling! Vor einem Versammlungshaus machten wir halt und unser Haeuptling musste den Haeuptling eines anderen Stammes begruessen.
Doch bevor dies geschah fuehrte der andere Stamm einen kriegsaehnlichen Tanz auf und warf unserem Stamm einen Fahn vor die Fuesse. Diesen musste David, unser Haeuptling aufnehmen, sich verbeugen und erst dann durften wir, David folgend das Versammlungshaus betreten.
Dort begruessten auch die anderen Stammesmaenner David mit der traditionellen maorischen Begruessung, bei der die Nasen aneinander gerieben werden (Eskimokuss).
Anschliessend setzten wir uns hin und begutachteten die Taenze und lauschten den Gesaengen der Maoris auf der Buehne. Bei dem sogenannten Poi Dance hat sich Kristin auf die Buehne getraut und mit Baellen getanzt. =)
Nach der Vorfuehrung wurden wir in ein Restaurant gefuehrt, haben einen alkoholfreien Krauterschnapps getrunken und dann - das Hangi Meal -Kumura (Suesskartoffeln), Gemuese und verschiedene Fleischarten werden unter der Erde von den heissen Quellen Rotoruas gekocht- verzehrt.
Daneben gab es Salatbuffet, Suppen und zum Nachtisch Mousse au Chocolat, Schokokuchen mit heisser Vanillesosse und Eis. Wir haben uns die Baeuche vollgeschlagen, als waere das unsere letzte Mahlzeit. So genial! Und richtig lecker.
Das Hangi schmeckte zwar ein bisschen rauchig, aber gut. Nach dem Essen sind wir zum Pohuta Geysir gelaufen. Der fast 30m spuckende Geysir sollte um 21 Uhr ausbrechen. Da wir noch ein wenig Zeit hatten setzten wir uns auf Steine, die von den unterirdischen Aktivitaeten so heiss waren, dass es schon fast unangenehm war und hoerten ein weiteres maorisches Lied - gesungen von unserem Guide und seiner Frau. Schoen wars!
Um kurz vor 21 Uhr versammelten wir uns auf der Bruecke und warteten auf den Pohuta Geysir.
Kleinere, und doch schon ganz schoen grosse haben wir auch gesehen, den Pohuta aber leider nicht. Die Busse warteten und da wir den nicht verpassen wollten, sind wir vorzeitig gegangen.
Der Tag war trotzdem ereignisreich und sehr schoen. A
n unserem zweiten Tag in Rotorua hat es geregnet und zwar die ganze Zeit, von spaet bis frueh.
Nach einem Telefonat mit Mama sind wir um 15:30 in den Poynesian Spa - ein thermales Entspannungsland mit verschienden heissen Pools. Im Erwachsenenbereich ($10) gibt es sieben Pools, die von 37 bis 42 Grad Celsius reichen. Die meisten dieser Pools sind mit irgendwelchen Algen bestueckt und es stinkt nach Schwefel. Wir haben natuerlich alle ausprobiert und haben uns dann im 39 Grad warmen, algenfreien, teils ueberdachten Pool niedergelassen und uns entspannt.
Die heisse Badewanne tat gut - unsere Haut konnte man wieder so richtig aufweichen und wir wurden mit der Dusche danach mal wieder richtig sauber. Kaum zu glauben, aber unsere Fuesse waren auch wieder weiss =)
Gegen 18 Uhr waren wir dann zurueck beim Van und haben einen Verdauungsspaziergang zu den Government Gardens und den Blue Baths gemacht. Da es daemmerte hofften wir ein paar Kiwis zu sehen, was leider ausblieb.
Aber das schaffen wir auch noch - wenn nicht in freier Wildbahn dann eben im Zoo. In den Zoo wollten wir am naechsten Tag. Gut, Zoo ist vllt. ein wenig uebertrieben...das "Paradise Valley Springs" war eher ein kleiner Wildpark, dessen Hauptattraktion Loewen und Forellen waren.
In der einstuendigen Umrundung des Parks haben wir ca. 10 000 Fische gesehen, zwei Alpakas, Rehe, Enten, Walabys (diese Kangaru-aehnlichen kleinen Dinger) und Keas - die einzig echten Bergpapageien der Welt! Da wir die Loewenfuetterung um 2:30pm sehen wollten, es aber wieder regnete und wir den Park ja nun schon umrundet hatten, setzten wir uns in das kleine Cafe, assen einen Pie und bummelten durch den Souvenirshop. Es hat sich aber gelohnt zu warten.
Die Loewenfuetterung war schon ganz cool. Ein paar Kilo Fleisch wurden ueber die 4m hohen Zaeune geschleudert, woraufhin sich sieben Loewen um das Stueck fleisch anbruellten und das nicht gerade leise. Echt cool! Nachmittags gings dann zurueck nach Te Puke.
Unser 1. Arbeitstag sollte nun endlich starten!

Maorisch:

Kia Ora - Hallo
Morena - Guten Morgen
Keite pehea koe? - Wie gehts?
Ke te pai ahau - Mir gehts gut
Haere mai - Willkommen
Haere ra - Auf Wiedersehen

10.4.10 08:45

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