Arbeitstraining

Mo. 15.03. bis Do. 18.03.

Montagnachmittag sind wir in Te Puke angekommen.
Von der Laptop Geschichte und der Fahrt erschoepft und uebertrieben hungrig, gab es diesmal etwas frueher Essen. Eine Frau bemerkte unser Picknick und erzaehlte uns, dass ihre Mutter zwei Zimmer zu vermieten haette und wir nach unserem gemuetlichen Dinner doch vorbeischauen sollten.
Wir sind dann also mit gefuellten Maegen einen Block weiter gegangen und haben uns mit Maroma, einer alten Dame, ueber Neuseeland und die zu vermietenen Zimmer unterhalten. Maroma kommt urspruenglich aus Hollland und lebt nun schon seit 30 Jahren in Neuseeland.
Sie berichtete, wie sie den Umzug erlebt hat und wie auffaellig es war, dass Neuseeland eben am anderen Ende der Welt liegt und man so kaum etwas von anderen Laendern mitbekam. Kristin und ich hoerten interessiert zu und waren uns einig, dass Neuseeland zwar wirklich schoen ist, die Einwohner super freundlich und vor allem total hilfsbereit sind, wir uns in Deutschland aber sehr wohl fuehlen und froh sind dort zu leben. Auswandern - und dann auch noch in ein Land, dass so weit weg, geschichtlich so jung und wenig bevoelkert ist, kaeme fuer uns nicht in Frage. Zurueck beim Thema Zimmer angelangt, erfuhren wir die Preise fuer ein Einzelzimmer (pro Person $100 die Woche) und ein Doppelzimmer (insgesamt $160 die Woche). Sollten wir waehrend unserer Zeit hier in Te Puke mal keine Lust mehr auf Van und oeffentliche Toiletten haben und darueberhinaus bereit sein dafuer Geld auszugeben ("eigentlich muss das ja nicht sein", "wir kommen auch so zurecht", "waere eine Sache des Luxus" = SPARSAMKEIT), werden wir auf Maroma zurueck kommen.

Am Mittwoch, den 17.03. war es dann endlich so weit: Arbeitstraining von 9:30 bis 12:30! Wir waren gespannt.
Wie wir Deutsche so sind, waren Kristin und ich, ueberpuenktlich, schon um 9:15 vor Ort und durften im Versammlungsraum auf die anderen Arbeiter warten. Das Feld war bunt gemischt: jung und alt, dunkel-und hellhaeutig, einheimisch und auslaendisch - so ziemlich alles war vertreten.
Allerdings hatten wir mit mehr Backpackern gerechnet - aber vllt.(so dachten wir uns das jedenfalls), haben die sich auch nur gut getarnt und warten darauf von uns entlarvt zu werden. Um 9:40 erklaerte uns Ken, einer der Chefs, mit Hilfe einer Powerpointpraesentation, alles Wichtige ueber Seeka, wies uns auf Sicherheitsvorkehrungen hin (die letztendlich niemand so richtig ernst nahm) und fuehrte uns anschliessend ueber das Gelaende.
Dabei zeigte er uns natuerlich auch unseren zukuenftigen Arbeitsplatz: in einer grossen Halle stand eine lange Maschine, die auf einem Band Kiwis transportiert und die Fruechte an bestimmten Stellen (je nach Groesse der Kiwis) in Faecher fallen laesst. Vor diesen Faechern wuerden wir dann stehen und die Kiwis in Kartons einsortieren und verpacken.
Nachdem alle Fragen geklaert wurden, mussten wir noch unseren Fingerabdruck in Verbindung mit einer persoenlichen Kennnummer speichern.
Sinn und Zweck der Geschichte ist, sich bei Arbeitsbeginn und -ende an- bzw. abzumelden, damit Seeka weiss, wer an welchem Tag wie lange gearbeitet hat und bezahlt werden darf. Also immer schoen dran denken - sonst gibts kein Geld! Um 11 Uhr waren wir dann auch schon fertig, haben uns vergewissert eine sms zu bekommen, sobald klar ist, wann wir starten koennen (erst meinte Ken am Montag, dann hiess es von irgendwem Dienstag...es koenne aber auch sein, dass es erst Donnerstag los gehe) und zurueck im Van haben wir den Arbeitsvertrag auseinander genommen.
1. Unser Lohn $12,75 die Std. wurde noch nicht in die dafuer vorgesehene Luecke eingetragen
2. Die Kuendigungsfrist soll eine Stunde sein --> lieber noch mal nachfragen
3. Arbeitszeit und -ort koennen sich aendern --> wollen wir eig. nicht, wie wahrscheinlich ist sowas?
4. Stand da, dass wir samstags frei haben? Diese und andere Fragen klaerten wir dann kurz vor Arbeitsbeginn - Montag, Dienstag oder Donnerstag - was meint ihr?!

Nachmittags waren wir in der Buecherei, haben Strom fuer unsere Handyakkus geklaut und ich habe herausgefunden, dass man an den kostenlosen PCs, die eigentlich nur fuer die Suche von Buechern in der Bibliothek genutzt werden sollen, auf die Internetseite von Te Puke kommt.
Das war aber auch leider die einzige Internetseite, die nicht gesperrt war, hatte aber den Vorteil, dass man von der Te Puke Homepage online Postkarten versenden kann...quasi eine email ohne antwortmoeglichkeit. Immerhin koennen wir so mal was von uns hoeren lassen. =)

Da wir keine Lust hatten bis Montag oder Dienstag (oder Donnerstag) in Te Puke abzuhaengen (werden wir ja dann genug), beschlossen wir am 18.03. nach Whakatane zu fahren - free Internet, Strand, eine schoene Stadt, aber vor allem ein wilder Delfin, der sich von seiner Kolonie getrennt hat und nun in Whakatane von Bucht zu Bucht schwimmt und sich darueberhinaus auch noch von Touristen anfassen laesst und mit ihnen im Meer planscht, warteten auf uns!

Sonstiges:
- am 17.03. hab ich meine Jogginghose fuer nachts rausgekramt und das zu Recht; war ne eiskalte Nacht, sogar unsere Nasen sind fast abgefroren. Der Herbst kommt!

1.4.10 05:40

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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(1.4.10 15:42)
Hi Sarah,
hi Kristin,
Mensch, ganz toll ! Viele Infos, total genial. Freu mich ganz doll, dass Du/Ihr so fleissig schreibt ! Viel Spaß beim Arbeiten !
Viele Grüße - und schöne Ostern !
Anja/Mama

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