5 Tage in der Hauptstadt - Wellington

Mi. 14.04. bis So. 18.04.

Am Mittwoch sind wir gegen Mittag in Neuseelands Hauptstadt angekommen. Die Parkplatzsuche war eine kleine Herausforderung, da viele Parkplaetze kostenpflichtig und die kostenfreien nur fuer 60 bis 120 Minuten gratis sind.

Schlussendlich haben wir uns an der Oriental Bay niedergelassen. So hatten wir neben einer schoenen Aussicht auf das Meer und die Stadt auch oeffentl. Toiletten in der Naehe und einen realtiv kurzen Weg ins Zentrum.Mit dem Wetter hatten wir auch wieder Glueck: Sonne pur, dafuer aber Wind ohne Ende. Aber darauf hatten wir uns ja schon eingestellt, ist Wellington doch als "windy City" bekannt.

Nachdem wir uns einen Rundumblick ueber die Oriental Bay verschafft haben, sind wir an der Waterfront entlang in die Stadt gehumpelt (immer noch Blasen vom Tongariro Crossing).
Die Cuba Street, Einkaufspassage und Kneipenviertel, gefiel uns besonders gut und so haben wir dort eine Weile in der Sonne gesessen und die verschiedensten Leute beobachtet.

Im Info Centre haben wir wieder Flyer ueber Wellington gesammelt und uns ueber die Ueberfahrt auf die Suedinsel erkundigt. Zwei Faehren bieten zu fast gleichen Preisen die drei stuendige Fahrt an.
Die bluebridge Ferry ist ein bisschen kleiner, faehrt nicht ganz so haeufig, wie die Interislander Ferry und ist demnach meist doch um 2 oder 3 Dollar billiger.
Da wir aber einen Gutschein in einem unserer "What's on" Guides gefunden haben, der uns 10 % Rabatt versprach, sollten wir die Ueberfahrt mit der Interislander machen, buchten wir am naechsten Tag die bekanntere und groessere Interislander fuer 189 Dollar und hofften, dass sie uns Sonntag heil nach Picton bringen wuerde.

Nachdem alles gebucht war, sind wir auf Sightseeing Tour gegangen: Wir haben den Beehive, Weillingtons Wahrzeichen und die marmornen Parlamentsgebaeude gesehen und sind zur hoelzernen Old St. Pauls Kirche. Mittags waren wir dann noch lecker riesen Burger bei BurgerFuer futtern, sind durch Souvenir Laeden gebummelt und haben uns an der Waterfront entspannt.

Fuer Freitag haben wir eine Besichtigung des National Museums Te Papa Tongarewarewa geplant. Aehnlich wie das Universum in Bremen aufgebaut, konnte man allerhand ueber unterschiedliche Bereiche erfahren. So konnte man sich neuseelands Tier - und Pflanzenwelt, die Maori Kultur, vulkanische Aktivitaeten und den Kontinentaldrift NZs genauer ansehen und nachvollziehen.
Im Te Papa Museum gibt es aber auch jeden Monat verschiedene Specials, die allerdings Buchung erfordern und, im Gegensatz zum eigentl. Museum, vier oder fuenf Dollar Eintritt verlangen.
Zur Zeit unseres Aufenthaltes in Wellington konnte man z.B. "Einen Tag in Pompei" erleben, was wir aus Zeitgruenden jedoch gelassen haben.

Am Samstag sind wir auf den Mt. Victoria gefahren und haben uns die Hauptstadt von oben angesehen. Schon eindrucksvoll!
Einen kleinen Spaziergang ueber eine Wanderwege des Berges haben wir auch gemacht - in der Hoffnung, die Wurzel zu finden, unter der sich Frodo und seine Gefaehrten verstecken, als sie vom Nasgul verfolgt werden. Die Suche war aber leider erfolglos...selbst auf dem Hobbit-Hideaway Track gab es weit und breit keine Wurzel, die der aus dem Film aehnelte.

Abends hatten wir dann noch Besuch von Steve, einem schwarz-weissen Kater, der unseren Van von innen begutachten wollte.
Mann, mann, mann, wie ich meinen kleinen Stinker Black vermisse...

Sonntag ging es auch schon weiter. Um 12 Uhr sind wir vom Mt. Victoria herunter zum Pier der Interislander. Nach Check-In und 1 1/2 Stunden warten, durfte ich den Van ueber die Bruecke auf die riesige Faehre fahren.
Um 14:05 Uhr wurden die Tueren und Tore geschlossen und die Faehre legte ab - Ziel: die offene See der Cook Strait.

Das Schiff war, wie gesagt, riesig; hatte ein kostenpflichtiges Kino an Board, einen Souvenirshop und einen kleinen Laden, in dem Sandwiches, Kekse, heisse Malzeiten etc. gekauft werden konnten.
Bin ganz stolz auf mich, dass ich der heissen Kueche und allen anderen Verlockungen widerstehen konnte und mich mit unserem Knaeckebrot mit Nutella und Reiswaffeln mit Erdnussbutter und Kaese abgefunden habe.
Die Aussicht haben wir natuerlich auch genossen - die Cook Strait entlang, durch die Marlborough Sounds - riesige, gruene Berge, auf deren ueberschwaemmten Taelern wir hindurch schipperten.

So kamen wir um 17:15 Uhr heil auf der Suedinsel in der kleinen Stadt Picton an. Hier sah es ziemlich ausgestorben aus, aber das tat eig. so gut wie jede Stadt Neuseelands nach 17 Uhr.
Wir suchten uns einen gemuetlichen Uebernachtungsplatz in einem Hinterhof, assen zu Abend und warteten lesenderweise darauf, dass es 21 Uhr wurde, damit Kristin ihrer Oma telefonisch zum Geburtstag gartulieren konnte.
Nach einer Stunde Telefonat waren wir aber auch beide recht muede und freuten uns auf unsere erste Nacht auf Neuseelands Suedinsel!

21.4.10 06:05, kommentieren

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Skydive und Tongariro Alpine Crossing

Fr. 09.04. bis So. 11.04. Taupo
So. 11.04. bis Do. 13.04. Turangi

Am Freitag, den 09. April ging es also weiter. „Worken“ gehoerte der Vergangenheit an und „Traveln“ sollte Gegenwart und Zukunft sein!
Nach kurzen Stops bei Kiwi360 (Park in Te Puke, in dem man gefuehrte Touren durch Kiwiplantagen und –packhaeuser machen kann), um im Souvenirshop zu bummeln und Fotos zu schiessen und in Rotorua, um einzukaufen und zu tanken, sind wir nach zwei Stunden Fahrt im Lake Taupo District angekommen.
Bevor wir uns das Stadtzentrum naeher angeguckt haben, sind wir zu den beruehmtesten Wasserfaellen Neuseelands gefahren. Die Huka Falls mit ihrem unbeschreiblichem Blau waren ganz schoen wild und einige Fotos wert.
Anschliessend wollten wir zu den Craters of the Moon und uns Taupos Vulkangebiet anschauen.
Da uns ein Rundgang allerdings $ 6 gekostet haette und wir sowieso noch vorhatten das Tongariro Alpine Crossing zu machen (Wanderung durch Gebiet zweier Vulkane), haben wir das gelassen und sind in die Stadt gefahren.

Und Taupo ist eine wirklich schoene Stadt. Vor allem der See, ein Vulkankrater so gross wie Singpur, ist echt gigantisch und bietet jede Menge Attraktionen. So kann man bspw. Parasailing oder Rundfluege mit Wasserflugzeugen machen; Golfer koennen ihr Glueck beim Hole in One versuchen und am Seeufer lassen sich Bimssteine sammeln.

Die naechsten Tage haben wir nach Wanderschuhen fuer Kristin und einer Regenjacke fuer mich gesucht und beides im Warehouse gefunden.
Das Warehouse ist hier sowas wie eine Mischung aus Ikea (Moebel), Aldi (Klamotten) und Krimskramsladen. Hier findet man eigentlich alles recht billig.
In der oertlichen Buecherei hab ich meinen Buechervorrat aufgestockt:
Ein deutsches Buch wurde mir geschenkt und ein englisches habe ich fuer $ 1 gekauft. Jetzt habe ich wieder was zu lesen – was so eine Reise fuer einen Buecherverschleiss mit sich bringt ist echt unglaublich.
In drei Monaten habe ich schon acht Buecher gelesen!

Skydive
Am Sonntag sollte es passieren. Aufgewacht in Wolken und Dunst, hatten Kristin und ich ein bisschen Schiss, dass er abgesagt werden wuerde, aber schon um 10 Uhr waren mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein wieder beste Voraussetzungen! Unserem Sprung aus 12 000 Fuss (3657,6m) mit 40 Sekunden freiem Fall stand nichts mehr im Wege... J

Mit einer weissen Limousine wurden wir zum Taupo Airport kutschiert und bekamen eine kurze Einweisung mittels Video – so konnten wir uns auf das Kommende besser vorbereiten und gleichzeitig sehen, wie unsere DVD spaeter in etwa aussehen wuerde.
Wir hatten naemlich das komplette Paket gebucht:
Fuer $ 439 war uns ein Tandemsprung aus 12 000 Fuss, 40 Sekunden Freefall, Videomitschnitt per Handycam, Fotos, eine brilliante Aussicht auf Lake Taupo und ein gratis Skydive T-Shirt sicher!
Darueberhinaus konnten wir aus ca. 30 verschiedenen Musiktiteln waehlen, mit welcher Musik die verschiedenen Phasen (Intro, Freefall, Landung) unseres Abenteuers unterlegt werden sollen.

Nachdem wir also die wichtigsten Infos bekommen und alle anstehenden Entscheidungen getroffen hatten, wurden wir einem Jumper zugeteilt.
Lee, ein lustiger Kerl mit neuseelaendisch-beflaggtem Helm, nahm Kristin unter seine Fittiche. Lee und Kristin waren die letzten, die das pinke Flugzeug bestiegen...und somit auch die ersten, die es wieder verlassen wuerden!
Nach fuenf minuetigem Flug, letzten Videoflaxereien und in einer Hoehe von 3657,6 Metern war es dann soweit. It’s Jumptime!

Haette ich geblinzelt, haette ich Kristins Absprung verpasst – so schnell waren die beiden weg. Wuuusch...kein zoegern, ein letztes Zurueckblicken...weg waren sie.
Und dann war auch schon ich an der Reihe.
Mein Partner Logan, ein ca. 30 jaehriger, recht gut aussehender, aber zwei Koepfe kleinerer Kerl, der meiner Meinung nach zu kurze Arme hatte, um mich mit der am Handgelenk befestigten Cam zu filmen, hat seinen Job wider erwarten doch recht „gut“ gemacht...
Meine Sorgen waren vollkommen unnoetig. Meine im Winde wabbelnden Wangen, weit aufgerissenen Augen und angsterfuellten Blicke (ich hatte waehrend des Freefalls das Gefuehl keine Luft zu kriegen und hab den Mund deswegen immer weiter aufgerissen) hat Logan trotz zu kurzer Arme perfekt mit der Cam eingefangen.
Naja, wenigstens gibt’s was zu lachen! J

Viel mehr kann ich zu meinem Skydive Erlebnis auch gar nicht sagen. Es war purer Nervenkitzel, aufregend, atem(be)raubend, unglaublich spassig, super schnell vorbei und eine verdammt coole Erfahrung!
Detaillierter und jedes Gefuehl beschreibend kann ich das leider nicht zu Papier bringen – noch nicht einmal in Worte fassen!
Auch Kristin war mehr als nur begeistert und hatte mit Lee noch einen Specialeffect:
Fuer Lee war es naemlich ein ganz besonderer Sprung.
Nein, er ist nicht zum 10 000sten Mal gesprungen – in genau dem Moment, als Kristin und Lee das Flugzeug verlassen hatten, wurde er zum ersten Mal Vater und erhielt die freudige Nachricht gleich bei Ankunft auf festem Boden.
J

Unser Skydive Abenteuer war also ein voller Erfolg! Um alles besser nachempfinden zu koennen, seid geduldig, wartet noch 2 ½ Monate auf uns, guckt euch unsere DVDs an oder springt selbst – beides werdet ihr nicht bereuhen!

Tongariro Alpine Crossing
Noch am Sonntagabend sind wir ans unterer Ende des Taupo Sees gefahren.
In Turangi haben wir uebernachtet und sind am naechsten Morgen um 6 Uhr zum Ketetahi Car Park gefahren. Um 7:15 Uhr wurden wir dort von einem Bus abgeholt zum Start Point, dem Mangatepopo Car Park befoerdert und stiefelten um 7:45 Uhr mit unseren mit Essen, Trinken und Regenjacken gefuellten Rucksaecken los.
19,4km lagen vor uns!
Die anfangs noch ebenen, einfachen Wanderwege wurden zu teilweise echt schwierigen Passagen, wo man ueber Felsen klettern, ziemlich steile Haenge hinter sich lassen und Treppenstufen emporsteigen musste. Es war wirklich anstrengend!
Der Blick vom hoechsten Punkt des Tongariro Crossings entschaedigte aber fuer alles.
Bei super schoenem, fast wolkenlosem Wetter und angenehmen Temperaturen, verwoehnten wir unsere Augen mit Aussichten, die es sonst nur auf Fotos oder Filmen zu sehen gibt.
Einen entfernten, schneebedeckten, riesigen Vulkan (Mordor aus Herr der Ringe) und Mt. Ngaruhoe oder so aehnlich, (Mt. Doom im Herrn der Ringe), sowieso knallig farbige Seen und sogar Heide (!) haben wir auch gleich fotografisch festgehalten.
Nach insgesamt 8 Stunden wandern, wovon 1 ½ Stunden Pause gemacht wurde, waren wir platt, unsere Fuesse schmerzten und der Muskelkater in Beinen und Waden kuendigte sich schon an.
Meine super Wanderschuhe hatte ich leider nicht genug eingelaufen, so dass ich an jeder Hacke eine offene, recht grosse Blase hatte, die verdammt weh taten.
So sind wir nachmittags zurueck nach Turangi gefahren und haben noch eine Stunde die warmen Pools des Schwimmbads sowie die Duschen genutzt.
Nach dem Essen gings dann auch fix ins Bett – der Tag war super schoen, anstrengend und wir verdienten unseren Schlaf J.

1 Kommentar 19.4.10 00:52, kommentieren

Back to work

Do.25.03. bis Fr. 09.04. Te Puke
Sa. 03.04. bis Mo. 05.04. (Ostern) Papamoa Beach

 

Arbeiten im Packhouse – Kiwis verpacken
Unseren ersten Arbeitstag hatten wir am Donnerstag, den 25.03. Da Kristin und ich die Bedingungen es Arbeitsvertrages noch mit Elaine durchsprechen und einige Fragen stellen wollten, sind wir schon um 17:30 Uhr bei Seeka Kiwicoast gewesen. Elaines Buero war allerdings schon so ueberfuellt und sie so hektisch und beschaeftigt, dass kaum Zeit zum Fragenstellen blieb. So hiess es dann nur, sie habe selbst nicht den Durchblick und versichere uns, dass alles, was in unserem Vertrag stehe Gueltigkeit habe (eine Std. Kuendigungsfrist?!), unser Bruttostundenlohn $ 12,75 sei und wir uns keine Sorgen zu machen braeuchten. Mal wieder typisch Kiwis: „no worries“! Wir sind einfach zu deutsch.
Um 18:30 Uhr gings dann los – die Maschine startete. Alle Arbeiter, ausgeruestet mit Schuerze, Haarnetz, Handschuhen und teilweise auch mit Atemschutz, stellten sich an ihre Faecher und warteten auf die ersten Kiwis, die sie in Kartons bugsieren und einpacken durfen.
Nebenbei spielte laute Black Music aus dem Radio und zu vielen Liedern wurde mitgesungen und mitgeklatscht.
Unterhalten wurde sich wenig – einerseits weil man haette bruellen muessen, um die Musik und die Maschine zu uebertoenen und andererseits, weil sich jeder auf seine Arbeit konzentrierte und am ersten Tag nichts falsch machen wollte.
So gingen die fuenf Stunden, mit einer 15minuetigen Pause, in der es leckere heisse Schokolade zu trinken gab, recht schnell um. Das reichte dann aber auch!
Zurueck auf unserem Parkplatz und fertig in den Schlafsaecken liegend, merkten wir die Anstrengung in Ruecken und Beinen. Auch unsere Nasen kribbelten vom Kiwistaub und benoetigten ein paar Taschentuecher, um uns nicht die ganze Nacht zu stoeren.

 

Am naechsten Morgen warteten wir auf Muskelkater und Muedigkeit, was gluecklicherweise beides ausblieb =).
So konnten wir, gestaerkt von Tomatensuppe mit oriental und beef Nudeln am Mittag, unseren zweiten Arbeitstag antreten.
Doch diesmal war alles anders: Die Musik war leise, die heisse Schokolade neigte sich dem Ende zu und ich musste schon um 22 Uhr statt um 23 Uhr aufhoeren...
Mein Koerper hatte keine Lust mehr! Keine Lust mehr fuenf Stunden zu stehen; keine Lust mehr Kiwihaare und –staub einzuatmen; keine Lust mehr auf Trinken warten zu muessen. Ich war fertig! Auf einen der heftigsten Allergieschocks, den ich je hatte, folgten Kreislaufprobleme mit Schwindel, Kopfschmerzen und Schuettelfrost. War nicht so schoen.

 

Die folgenden Tage, an denen wir arbeiten durften/ konnten/ sollten (30.03., 31.03. und 06.04.) benutzte ich eine Atemmaske und achtete darauf vorher mehr zu trinken. Schien ganz gut zu helfen – es gab kaum Probleme (einmal noch Kreislauf, aber bei weitem nicht so schlimm).
Aber nicht nur unsere Ausruestung aenderte sich. Ab dem 30.03. war es Kristins Aufgabe von Fach zu Fach zu gehen und fertig verpackte Kiwikartons wieder auszupacken, die darin liegenden Kiwis zu zaehlen, das Ergebnis (zu viele oder zu wenig Fruechte) zu notieren und Auffaelligkeiten einem Supervisor (Aufsichtsperson) zu berichten. Dadurch hatte Kristin zwar oefter Pausen und kuerzere Arbeitszeiten, aber auch Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten (Musik, Leute, die dazwischen labern).
Und auch ich musste nicht nur Kiwis verpacken.
Am 31.03. musste ich einmalig an den Grading Table.
Meine Aufgabe war es, auf ein sich nicht gerade langsam bewegendes Band zu gucken, auf dem Kiwis transportiert werden, schlechte, mit Flecken, Dellen oder Ritzen uebersaete Fruechte auszusortieren und aufzupassen, dass mir nicht schlecht wird. Ekelige Aufgabe – aber da es nur fuer fuenf Stunden war, aushaltbar!

 

Ich weiss nicht, ob meine Beschreibungen ausreichend und gut genug sind, um sich die Arbeit in einem Kiwi Packhaus vorzustellen, aber ich hoffe ihr habt zumindest eine Ahnung J Sollte das nicht der Fall sein, guckt euch am Besten die Fotos auf Facebook gruendlich an.

 

Arbeiten im Orchard – Kiwis pfluecken
Hier in Te Puke kann man nicht besonders viel machen – jedenfalls nicht, wenn man sich vorgenommen hat, sich aufs Geldverdienen zu konzentrieren. So ueberlegten wir schon einige Tage, wo man sich denn um einen Zweitjob bewerben koennte, als wir am  27.03. von einem Inder (!) angesprochen wurden. Sein Name sei Navi und er suche Leute, die in zwei oder drei Tagen Kiwifruit picking machen koennten. Gearbeitet wuerde auf contract, d.h. man pflueckt so schnell wie moeglich so viele Kiwis wie moeglich und fuellt zusammen mit seinem Team so viele Boxen wie moeglich. Klang einfach. Pro Box bekaemen wir $ 12,50. Die Arbeitszeiten koennten wir uns aussuchen, so lange er nur einen Tag vorher Bescheid weiss.
Fanden wir super. Auch dass wir schon einen Job im Packhouse haben, sei kein Problem.
Navi versprach uns am naechsten Tag Vertraege vorbei zu bringen, welche wir mit dem IRD – Formular und dem Steuerzettel auch gleich ausfuellten und unterzeichneten. Anschliessend tauschten wir Handynummern aus, damit er uns per sms verstaendigen koennte, wann wir starten koennen.

 

Zwei Tage haben wir dann nichts mehr von Navi gehoert und waren enttaeuscht. Am 01.April weckte er uns, indem er um 8 Uhr vor unserem Van stand, ans Fenster klopfte und verkuendete, dass er uns in 30 bis 45 Minuten abholen wuerde. Die Arbeit geht los!
Klasse – sollte wohl ein Aprilscherz sein, so frueh arme Backpacker zu wecken. Aber okay. Wir assen schnell, zogen Arbeitsklamotten an (Jeans, Tshirt und Pulli) und – warteten...Wir warteten nicht nur 30 bis 45 Minuten, sondern 60 bis 70 Minuten!

 

Um 10 Uhr waren wir erst im Orchard. Die uns zugeteilten Boxen schnallten wir um, zogen Handschuhe an und los gings! Mit ungefaehr zehn weiteren Pflueckern liefen wir unter den Kiwistraeuchern herum, die Haende immer schoen nach oben haltend und Fruechte pflueckend.
Man muss gesehen haben, dass wir zum ersten Mal Kiwis ernten. Nach kurzer Zeit wurde uns naemlich erst einmal erklaert, wie wir zu pfluecken haben:
Jeder hat eine Linie, die er abpfueckt – nicht kreuz und quer pfluecken.
Immer beide Haende benutzen und die Haende voll machen – nicht nur eine Kiwi in die Umhaengebox tun, sondern mehrere gleichzeitig.
Die Kiwis sanft behandeln, also langsam und sachte in die Box legen – andernfalls entstehen Dellen – und Kiwis mit Dellen werden im Packhouse aussortiert. Okay, kapiert! Aber immer noch falsch...
Eine Weile spaeter wurde uns gesagt, dass wir die Kiwis von den Zweigen abknipsen sollen – nicht reissen – der Stengel duerfte nicht an den Freuchten dran bleiben. Na gut. Waehrend wir also sanft und sachte und (zumindest Krisin und ich) ganz schoen schnell Kiwis pflueckten, fuhren Trecker mit Holzkisten unter die Baeume, was gerade so von der Hoehe her passte und uebertrieben staubte.
In diese Kisten leerten wir unsere Umhaengetaschen – „nice and gentle“ und nach eben diesen Kisten sollten die auf contract arbeitenden auch bezahlt werden.
Nur waren wir keine contract Arbeiter, wie wir in der Pause um 12:30 Uhr erfuhren. Die gepflueckten Fruechte sind Green Kiwis und die Pfluecker werden, warum auch immer, mit einem Stundenlohn von $ 10 bezahlt. Gut, dass uns das mal jemand sagt...wir hetzen uns da ab und kriegen so oder so nur $ 10 die Stunde. Nebenbei tat mir mein Nacken vom staendigen Haende hochhalten, nach oben gucken und vom Taschetragen ziemlich weh und Lust hatte ich auch keine mehr.
$ 25 fuer 2 ½ Stunden sollten mir fuers Erste genuegen. Navi meinte ja, wir koennten uns unsere Arbeitszeiten einteilen, wie wir wollen. Ich wollte aufhoeren!
Kristin, die kaum Schmerzen hatte, war ein bisschen enttaeuscht, schlug mein Angebot, dass sie ruhig weiter arbeiten koennte, aber ab und hoerte auch auf. Wir vergewisserten uns, das Navi sich notiert hatte, dass wir am 01.04. 2 ½ Stunden gearbeitet haben und $ 25 kriegen. Ja, sei alles notiert, er wuerde sich bei uns melden, sobald er weiss, wanns weiter geht.

 

...tat er aber leider nicht. So blieb der 01.04. der einzige Tag, an dem wir fuer Navi Kiwis gepflueckt haben. Wir brauchten nur noch unser Geld...zu bloed, dass wir erst spaeter bemerkt haben, dass der Kerl ne Fussfessel traegt!!!

 

Die Kiwisaison und ihre Herausforderungen
Die Arbeit mit der Kiwi ist nicht immer einfach – ob im Packhaus, wo mancher mit Allergien und Kreislaufproblemen  zu kaempfen hat oder im Orchard, wo viele Arbeiter geldtechnisch uebers Ohr gehauen werden.
Am nervigsten fuer uns war es, dass niemand so richtig Ahnung zu haben schien. Elaine vom Seeka Packhaus wusste nicht, was genau alles im Vertrag steht und Navi wusste eigentlich gar nichts. So war es im Prinzip auch nicht verwunderlich, dass wir mal laenger gar nicht arbeiten mussten/ konnten und tagelang auf sms gewartet haben, wann es denn endlich weiter geht.
Bei Seeka wurde uns am 17.03. beim Arbeitstraining gesagt, dass samstags (jeden Samstag!) frei ist. Wir also nicht arbeiten!
An einem Sonntag war dann aber auch mal frei – wovon so ziemlich niemand etwas wusste. Entweder standen die Arbeiter am Sonntag vor geschlossener Tuer, oder wurden wie wir, auf ihrem Weg zur Arbeit von Kollegen abgefangen und darueber in Kenntnis gesetzt. Wir fragten per sms bei Elaine nach. Zurueck kam die Nachricht, dass gestern (also an einem freien Samstag) gearbeitet wurde und deswegen heute (an einem Sonntag) frei sei. Das soll mal einer verstehen! Und wieso kann man da nicht vorher Bescheid geben?!
Aber diese Spontanitaet gehoert wohl einfach zu Neuseeland und der Kiwisaison dazu...uns hat es jedoch einige Male fast den letzten Nerv geraubt, wollten wir doch in Te Puke einen Monat lang regelmaessig arbeiten und Geld verdienen.

 

Als wir dann am Donnerstag, den 01. April unser erstes Gehalt von Seeka auf unseren Konten sahen ($ 109,40) und nachrechneten, waren wir verwirrt. Bis zum 01.04. hatten wir viermal fuenf Std. gearbeitet. Bei einem Bruttostundenlohn von $ 12,75 macht das $ 255 brutto. Klar, Steuern gehen noch ab, also weniger als $ 255 – aber so viel?! Das konnte eigentlich nicht sein.
Hinterher stellte sich heraus, dass lediglich die Tage 25.03. und 26.03. bezahlt wurden – Nettostundenlohn ist $ 10,94. $ 109,40 kommt also hin! =)
Naechsten Donnerstag (08.04.) werden wir also weitere $ 109,40 auf dem Konto haben (fuer 30.03. und 31.03.) und den darauf folgenden Donnerstag (15.04.) $ 54,70 fuer unseren letzten Arbeitstag am 06.04.! Puh! Alles gut!

 

Fehlte nur noch das Geld vom Kiwipfluecken am 01. April ($ 25 pro Person). Das wollten wir uns am 08.04. holen.
Wir also die 3km zum Orchard gefahren – schoen frueh, damit auch jemand da ist - und nach Navi gefragt. Vielleicht haben wir ihn falsch ausgesprochen oder genuschelt – Fakt war, dass uns niemand helfen konnte und anscheinend niemand einen Navi kannte. Ein bisschen Angst davor, dass das Taktik war und zum Plan gehoerte Kiwipfleucker uebers Ohr zu hauen, sprachen wir einen Mann an, der an unserem ersten Arbeitstag alles erklaert hatte.
Wir schilderten unser Anliegen und erfuhren nach ein, zwei teuren telefonaten, dass man uns um 12:30 Uhr treffen und bezahlen wuerde. Gut!

 

In der Zwischenzeit wollten wir nach *piep* Tagen mal wieder duschen und fuhren die 3km zurueck in die Stadt auf einen Campingplatz. Dort angekommen, bekamen wir eine sms – Navi erwartet uns jetzt im Orchard. Grr. Wir also wieder 3km zum Orchard gefahren und Navi getroffen. Sein Chef, der auch anwesend war, erklaerte uns, dass das Geld erst vom Big Boss geliefert werden muesse und er uns zwischen 16 und 17 Uhr smsen wuerde, um dann zu bestimmen wo und wann das Geld uebergeben und die fehlenden Kopien unserer Reisepaesse gemacht werden koennen. Hallo? Wir wollen nur $ 50 – keine $ 5000! Aber unseretwegen – so ist der Plan!

 

Klar war mal wieder, dass wir laenger als bis 17 Uhr auf eine sms bzw. Einen Anruf warten mussten. Aber um 18 Uhr hiess es dann, dass wir uns in 10 bis 15 Minuten (also 30 Minuten) bei KFC treffen. War dann gluecklicherweise auch so – nachdem Navi an der Kasse Geld gewechselt hat und sich was zu Essen bestellt hat, hatten wir endlich unsere $ 25 bar in der Hand! Juhu! =)

 

Eine Entscheidung
Als wir am Dienstag, den 06.04. vom Arbeiten „nach Hause“ kamen, waren wir ziemlich gefrustet und genervt. Gefrustet, weil es immer noch keine neue heisse Schokolade gab und genervt, weil es mindestens bis Sonntag keine Arbeit geben wuerde. Schon wieder mindestens vier Tage, die wir uns in Te Puke langweilen wuerden...Zeitabsitzen und nichts erleben – noch nicht einmal Geld verdienen – das war in unserem Neuseelandaufenthalt nicht so ganz eingeplant.
Eine Entscheidung musste fallen!

 

Waren es maximal $ 450 (Lohn, den wir bekaemen, wenn wir von So. 11.04. bis Do. 22.04. [ Tag, an dem wir spaetestens Te Puke verlassen wollten] jeden Tag bei Seeka arbeiten koennten) wirklich wert die Zeit hier abzusitzen?
War es nicht unser Hauptziel Spass zu haben und so viel wie moeglich zu erleben, statt uns zu langweilen und genervt zu sein, wenn wir wieder fuenf Tage auf Arbeit warten muessen?
Nach ausfuehrlicher Besprechung und Pro und Contra Liste, beschlossen wir am Mittwoch noch bis max. Freitag (09.04.) zu bleiben (was abhaengig von Navi und der Bezahlung war) und dann die Huehner zu satteln und uns in Richtung Taupo zu begeben.
Wasserfaelle, Skydive und hoffentlich auch besseres Wetter wollten wir sobald wie moeglich sehen, erleben und fuehlen.
Hauptsache weg von Kiwiarbeitern und Te Puke!

 

Hier unsere gesammelten Argumente / Pro und Contra Liste:
PRO (weiter nach Taupo)
CONTRA (in Te Puke bleiben)
- Hauptziel der Reise: Spass, Erlebnisse
- wenn wir Glueck haben, haben wir bis 22.04. $ 450 mehr als jetzt
(à mehr kostenpflichtige Erlebnisse moeglich)
- mehr Zeit fuer die Suedinsel
- Seeka ist ein fester Job
(zur Zeit ist Hochsaison, d.h. Bewerbungen bei anderen Packhaeusern fast aussichtslos)
- Te Puke ist langweilig

 

- Regen, demnach mehr Arbeit unwahrs.

 

- koennten uns woanders auch noch nen Job suchen (Tellerwaescher etc.)

 

- wenn kein Geld mehr uebrig ist, bestuende noch die Moeglichkeit ans Sparkonto zu gehen oder Geld bei den
Mamas zu leihen J

 

- Tankkosten werden geringer, da groessere Distanzen und kein Stadtverkehr

 

 

Ostern und eine etwas andere Art des Couchsurfings
Wie schon im Blogeintrag vom Arbeitstraining erwaehnt, war das Feld an Arbeitern
bunt gemischt. So lernten wir eine nette Chinsin kennen, die sich in der Kiwibranche auszukennen schien und uns einige hilfreiche Tipps gab. Mich plapperte mal wieder zur Ueberraschung aller, ein Inder an – war aber ein netter Kerl, mit dem ich mich hauptsaechlich uebers Studieren unterhielt.
Und Grant, ein vllt. 45 jaehriger, stark taetowierter und an einen Ex-Knasti erinnernder aber wirklich netter Kerl, bot uns an, ueber Nacht unter seinem Carport zu stehen und seine Kueche und Dusche benutzten zu koennen.

 

Drei oder vier Tage spaeter nahmen wir das Angebot an und stellten uns am 02.04. auf Grants Hof. Die Wohngegend – auf dem Feld, drei Nachbarhaeuser und arm aussehend – versprach schon nicht allzu viel.
Als wir jedoch Grants Haus betraten und abgerissene Tapeten, ausgefranzten, an einigen Stellen abgekratzten Teppich und lediglich zwei Sessel, ein Sofa, eine Komode mit TV und einen Esstisch mit vier Stuehlen in einem doch recht grossen Wohnzimmer vorfanden, waren wir doch leicht ueberrascht.
In der Toilette funktionierte das Licht nicht (Grant riet uns di Tuer auf zu lassen und das Licht im Bad nebenan einzuschalten), hinter dem Klo klaffte ein Loch in der Wand und die Dusche im Bad war eine Badewanne, die vermuten liess lange kein Wasser mehr gesehen zu haben.

 

Naja...zumindest hatte er Strom und Wasser und wollte das Wenige, was er besass mit uns teilen.
So kochten wir abends unseren Reis, unterhielten uns ein bisschen mit Grant und guckten nebenbei TV. Als Grant dann mehrmals erwaehnte, dass er letzte Nacht betrunken war und momentan „stoned“ sei, dachten wir uns, dass er vllt. seine Ruhe haben will und wir besser raus in unseren Van kriechen sollten.
Am naechsten Morgen, nachdem wir gefruehstueckt und unsere Handyakkus geladen hatten, haben wir uns auch schon wieder von Grant verabschiedet, uns bei ihm bedankt, ihm zwei Bier geschenkt und sind nach Papamoa Beach gefahren.

 

Das Wetter war zwar nicht so schoen, als dass man sich im Bikini an den Strand legen konnte, aber wir brauchten Abwechslung!
So verbrachten wir Ostern also am Strand, spielten Rommee und Kniffel, verschlangen unsere Buecher und als die Sonne dann doch noch raus kam, picknickten wir mit neuseelaendischem Osterbrot am Strand, sonnten uns ein wenig und besuchten ein Cafe (hier gibts keinen Akzentstrich...). Dort goennten wir uns einen Fruchtshake, ich mir noch ein Stueck Lasagne und lasen in Zeitschriften,  was in der Promiwelt so abgeht.

 

Sonstiges
Da wir in Te Puke nicht viel machen konnten und uns auch keine Tagesausfluege nach Tauranga oder Whakatane leisten konnten/ wollten und ausserdem fuer die Arbeit auf Abruf bereit sein sollten, blieb uns nicht viel uebrig, als viel Zeit in der Library zu verbringen. Dort konnten wir wenigstens lesen, Sehenswuerdigkeiten fuer Los Angeles und New York planen, Handyakkus laden und Nachrichten aus aller Welt verfolgen.

 

Sich in oeffentlichen Toiletten zu waschen, keine Dusche oder Badewanne zu haben und auf schmuddelige Toiletten angewiesen zu sein, bringt irgendwann echt keinen Spass mehr.
Das Pennergefuehl waechst und waechst. Umso mehr freut man sich dann aber auf saubere WCs, chlorfreies Trinkwasser und eine Dusche!
Da lernt man mal, was purer Luxus ist und zu Hause kaum wert geschaetzt wird!

 

Mein Laptop ist nun im Muell.
Zwei Computerfachmaenner meinten der Motherboard-Fehler sei ohne Weiteres nicht zu beheben und wuerde ziemlich teuer sein. Von daher lohne es sich auf einen komplett neuen Laptop zu sparen und diesen alten, kaputten zu entsorgen. Gesagt, getan! Hab nun also schon ein neues Sparziel...

 

Auf Parkplaetzen lernt man so manche komischen Leute kennen:
-          einen Berunkenen in blauer Jogginghose, rotem Pulli und einer blauen und einer roten Socke – sehr stylischer Kerl, der uns nach jeder Klopperei in irgendwelchen Bars seine Wunden gezeigt hat
-          einen Inder (!), der sein Gepaeck in unserem Van abstellen wollte, weil es regnete.
Er selbst betrank sich mit zwei Flaschen Bier und wollte an der Bushaltestelle so lange auf der Bank schlafen, bis ihn sein Kumpel abholen wuerde. Decke und Kissen hatte er dabei! 30 Minuten spaeter stand sein Gepaeck samt Ausweisen und Geld in unserem Van, um kurze Zeit spaeter wieder abgeholt zu werden: Sein Kumpel war da. Zum Dank fuer unsere Hilfsbereitschaft schenkte er uns die restlichen vier Bier seines 6-Packs.

 

Und hier ein paar Daten:
27.03. „Perfektes Dinner“mit Baguette und WURST – endlich mal wieder! War supi!
28.03. Innensaeuberung unseres lieben Vans Luke
01.04. Umparken, die Polizei schickte uns fuer die letzten Tage in den Donovan Park
03.04. HALBZEIT J In genau 83 Tagen ist der Spass vorbei
04.04. Uhrenumstellung auf Winterzeit; nun 10 Std. vor deutscher Zeit
06.04. Regentag; und zwar wirklich den ganzen Tag lang

 

 

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Zwischenstand

Hallo ihr Lieben,

 

inzwischen haben wir unseren Kiwi Job geschmissen und uns entschieden weiter zu traveln! Erlebnisse, Spass und Natur standen von uns von Anfang an im Vordergrund - keine bloeden Kiwis verpacken.

Jetzt sind wir also in Taupo, werden morgen aus 12 000ft Hoehe aus einem Flugzeug springen und dann auch schon bald nach Wellington fahren und bald auf der Suedinsel sein.

 Alle weiteren und detailierten Infos gibts, sobald ich Zeit habe meinen 8 seitigen handgeschriebenen Blog abzutippen...oder ich schick ihn meiner Schwester per Post - vllt. tippt die ihn ja ab

 

Also seid weiterhin geduldig,

liebste Gruesse,

Kristin und Sarah!

1 Kommentar 10.4.10 08:55, kommentieren

Planaenderung

Mo. 22.03. Te Puke, Di. 23.03. - Do. 25.03. Rotorua

Da wir am Montagmorgen, den 22.03. (sollte unser 1.Arbeitstag sein) noch keine sms bezueglich Arbeitsstart bekommen hatten, sind wir erst mal zu Seeka gefahren, um nach zu fragen.
Elaine begruesste uns dann auch gleich mit den Worten "Donnerstag!". Na vielen Dank, dass haette sie uns ja auch ruhig mal smsen koennen. Bloede Kiwisaison. Unsere Laune war im Keller. Kristin war genervt, dass das Geld noch nicht ins Portemonaie fliessen wuerde und ich war nicht gewillt noch 2 1/2 Tage in Te Puke rumzugammeln.
So beschlossen wir den Plan zu aendern! Rotorua, vorerst als Wochenendtrip einkalkuliert, wollten wir nun vorziehen und am naechsten Tag auch schon aufbrechen.
Los gings also am Dienstag, den 23.03. In Rotorua, der Stadt mit der hoechsten Einwohnerzahl an Maoris und DEM Touristenzentrum Neuseelands, wurden wir von ueblem Schwefelgestank und Regen begruesst. So gut wie ueberall in der Stadt riecht es nach verfauelten Eiern und egal wo man hinsieht qualmt es.
Nirgendwo wie hier sind die vulkanischen Taetigkeiten unter der Erde so gegenwaertig. Im Kuriau Park haben wir blubbernde Schlammbaeder gesehn, verschiedenfarbige Seen, die sich durch die Hitze unter der Erde auf keine Ahnung wie viel Grad Celsius erwaehrmen (aber sie sind wirklich sehr heiss) und natuerlich ueberall Rauch! Echt Wahnsinn!
In dafuer vorgesehenen Becken, haben Kristin und ich noch ein Fussbad genommen und sind dann um 17:30 Uhr abgeholt worden; unsere "Te Po - indigenous evening experience" (eine Maori Village Tour fuer $ 99) sollte beginnen.

Zuerst versammelten wir uns alle um einen Stein, umgeben von 12 verschiedenen Pfaehlen, in die maorische Fratzen geschnitzt waren.
Unser Guide erzaehlte uns, dass die 12 Gesichter die maorischen Goetter und die vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) darstellen. Als er dann auf die verschiedenen Maori Staemme zu sprechen kam und die Rangordnung erlaeuterte, suchte er den aeltesten Herren aus der Gruppe und erklaerte ihn zu unserem Stammeshaeuptling! Vor einem Versammlungshaus machten wir halt und unser Haeuptling musste den Haeuptling eines anderen Stammes begruessen.
Doch bevor dies geschah fuehrte der andere Stamm einen kriegsaehnlichen Tanz auf und warf unserem Stamm einen Fahn vor die Fuesse. Diesen musste David, unser Haeuptling aufnehmen, sich verbeugen und erst dann durften wir, David folgend das Versammlungshaus betreten.
Dort begruessten auch die anderen Stammesmaenner David mit der traditionellen maorischen Begruessung, bei der die Nasen aneinander gerieben werden (Eskimokuss).
Anschliessend setzten wir uns hin und begutachteten die Taenze und lauschten den Gesaengen der Maoris auf der Buehne. Bei dem sogenannten Poi Dance hat sich Kristin auf die Buehne getraut und mit Baellen getanzt. =)
Nach der Vorfuehrung wurden wir in ein Restaurant gefuehrt, haben einen alkoholfreien Krauterschnapps getrunken und dann - das Hangi Meal -Kumura (Suesskartoffeln), Gemuese und verschiedene Fleischarten werden unter der Erde von den heissen Quellen Rotoruas gekocht- verzehrt.
Daneben gab es Salatbuffet, Suppen und zum Nachtisch Mousse au Chocolat, Schokokuchen mit heisser Vanillesosse und Eis. Wir haben uns die Baeuche vollgeschlagen, als waere das unsere letzte Mahlzeit. So genial! Und richtig lecker.
Das Hangi schmeckte zwar ein bisschen rauchig, aber gut. Nach dem Essen sind wir zum Pohuta Geysir gelaufen. Der fast 30m spuckende Geysir sollte um 21 Uhr ausbrechen. Da wir noch ein wenig Zeit hatten setzten wir uns auf Steine, die von den unterirdischen Aktivitaeten so heiss waren, dass es schon fast unangenehm war und hoerten ein weiteres maorisches Lied - gesungen von unserem Guide und seiner Frau. Schoen wars!
Um kurz vor 21 Uhr versammelten wir uns auf der Bruecke und warteten auf den Pohuta Geysir.
Kleinere, und doch schon ganz schoen grosse haben wir auch gesehen, den Pohuta aber leider nicht. Die Busse warteten und da wir den nicht verpassen wollten, sind wir vorzeitig gegangen.
Der Tag war trotzdem ereignisreich und sehr schoen. A
n unserem zweiten Tag in Rotorua hat es geregnet und zwar die ganze Zeit, von spaet bis frueh.
Nach einem Telefonat mit Mama sind wir um 15:30 in den Poynesian Spa - ein thermales Entspannungsland mit verschienden heissen Pools. Im Erwachsenenbereich ($10) gibt es sieben Pools, die von 37 bis 42 Grad Celsius reichen. Die meisten dieser Pools sind mit irgendwelchen Algen bestueckt und es stinkt nach Schwefel. Wir haben natuerlich alle ausprobiert und haben uns dann im 39 Grad warmen, algenfreien, teils ueberdachten Pool niedergelassen und uns entspannt.
Die heisse Badewanne tat gut - unsere Haut konnte man wieder so richtig aufweichen und wir wurden mit der Dusche danach mal wieder richtig sauber. Kaum zu glauben, aber unsere Fuesse waren auch wieder weiss =)
Gegen 18 Uhr waren wir dann zurueck beim Van und haben einen Verdauungsspaziergang zu den Government Gardens und den Blue Baths gemacht. Da es daemmerte hofften wir ein paar Kiwis zu sehen, was leider ausblieb.
Aber das schaffen wir auch noch - wenn nicht in freier Wildbahn dann eben im Zoo. In den Zoo wollten wir am naechsten Tag. Gut, Zoo ist vllt. ein wenig uebertrieben...das "Paradise Valley Springs" war eher ein kleiner Wildpark, dessen Hauptattraktion Loewen und Forellen waren.
In der einstuendigen Umrundung des Parks haben wir ca. 10 000 Fische gesehen, zwei Alpakas, Rehe, Enten, Walabys (diese Kangaru-aehnlichen kleinen Dinger) und Keas - die einzig echten Bergpapageien der Welt! Da wir die Loewenfuetterung um 2:30pm sehen wollten, es aber wieder regnete und wir den Park ja nun schon umrundet hatten, setzten wir uns in das kleine Cafe, assen einen Pie und bummelten durch den Souvenirshop. Es hat sich aber gelohnt zu warten.
Die Loewenfuetterung war schon ganz cool. Ein paar Kilo Fleisch wurden ueber die 4m hohen Zaeune geschleudert, woraufhin sich sieben Loewen um das Stueck fleisch anbruellten und das nicht gerade leise. Echt cool! Nachmittags gings dann zurueck nach Te Puke.
Unser 1. Arbeitstag sollte nun endlich starten!

Maorisch:

Kia Ora - Hallo
Morena - Guten Morgen
Keite pehea koe? - Wie gehts?
Ke te pai ahau - Mir gehts gut
Haere mai - Willkommen
Haere ra - Auf Wiedersehen

1 Kommentar 10.4.10 08:45, kommentieren

Whakatane und Trip ans East Cape

Do. 18.03. - Fr. 19.03. Ohope Beach, Whakatane Fr. 19.03. - Sa. 20.03. East Cape Sa. 20.03. - Mo. 22.03. Whakatane GLUECK gehabt Am Donnerstag sind wir dann nach Whakatane gefahren und haben uns in der Info erst einmal eine halbe Std. free Internet gegoennt. Hier wurden wir auch darauf hingewiesen, dass sich der wilde, aber zahme Delfin Moko in einer Bucht des Ohope Beaches aufhaelt. Dass man mit dem sogar im Wasser spielen, schwimmen und ihn sogar anfassen darf, wollten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Also sind wir nach Ohope, haben die oeffentlichen Toiletten abgecheckt, uns ueber die angebrachte Stranddusche gefreut und sind am Strand lang spaziert. Kristin war beim Muschelnsammeln total in ihrem Element und da sie sowieso daran zweifelte, so viel Glueck zu haben und Moko sehen und anfassen zu koennen, war es nicht gerade leicht, sie dazu zu bringen den Berg zu besteigen, um in die Bucht zu gelangen, in der Moko rum schwimmen sollte. Es hat aber geklappt. Alles hat geklappt =) Als waere alles genau geplant gewesen, sahen wir vom Berg aus Delfine in der Bucht schwimmen. Perfektes Timing. Ich war ganz aus dem Haeusschen! Wir sind schnell den Berg runter gerannt, haben unsere Badesachen angezogen und wateten ins Meer. Da standen auch schon 10 andere Delfinfans huefthoch im Meer - umschwommen von dem 2m Moko. Der Delfin ist auf uns zugeschwommen, wie eine Katze an den Beinen entlang, liess sich anfassen und streicheln und spielte immer wieder mit dem Schaumstoffsurfbrett einer Frau. War schon echt cool. Alle hatten ein dickes Grinsen im Gesicht, filmten und schossen Fotos. 20min spaeter wollte Moko wieder alleine sein. Er schwam weiter ins Meer und spielte mit einer Boje. Kristin und ich haben uns dann an den Strand gesetzt, uns von der Sonne trocknen lassen und Moko zugeguckt. Das war schon echt ein geiles Erlebnis! Gluecksmoment Nummer 1! =) Die ersten Sonnenstrahlen des 20. Maerz 2010 Nach unserem klasse Delfinerlebnis, sind wir (nach einer eiskalten, morgendlichen Stranddusche) am Freitag Richtung Osten gefahren. Die Fahrt, kurvenreich wie in Neuseeland ueblich, war ziemlich anstrengend und als sich nach fast 4 Std. Fahrt und kurz vor dem oestlichsten Leuchtturm der Welt Schotterpisten ankuendigten, war ich echt ziemlich k.O. Um 17 Uhr waren wir also da. Am oestlichsten Leuchtturm der Welt. Vor uns allerdings nur ein Parkplatz, ein Klohaus und Kuhweiden so weit das Auge reicht. Keine Schilder, kein Weg nichts... Kurz davor, quer Feld ein dem Leuchtturm entgegen zu klettern, fanden wir doch ein Schild und einen Weg...mit 745 angekuendigten Treppenstufen. Puh! Nach 15 minuetiger Wadenanstrengung sind wir oben angekommen. Der Blick war aber schon nicht schlecht! Meer, Horizont und ein kleiner Berg nicht weit vom Festland, mitten im Meer. Und genau von dort oben sahen wir am naechsten Morgen um 7:05 Uhr den ersten Sonnenaufgang des 20. Maerz 2010! Pinkfarbige Wolken, dunkelblaues Meer und dann die gelbe Sonne! Echt schoen! Um 7:12 war das Specktackel, weswegen wir so frueh aufgestanden sind und ein weiteres Mal 745 Treppenstufen erklommen sind, auch schon vorbei. Aber das war es uns wert! Samstagmittag und Sonntag waren wir dann wieder in Whakatane, haben Mc Donalds einen Besuch abgestattet, versucht erneut free Internet zu bekommen (erfolglos, weil PCs kaputt) und ich habe mehrfach nach Deutschland telefoniert. Montag sollte es dann zurueck nach Te Puke gehen - der Arbeit entgegen =)

1 Kommentar 1.4.10 05:31, kommentieren

Arbeitstraining

Mo. 15.03. bis Do. 18.03.

Montagnachmittag sind wir in Te Puke angekommen.
Von der Laptop Geschichte und der Fahrt erschoepft und uebertrieben hungrig, gab es diesmal etwas frueher Essen. Eine Frau bemerkte unser Picknick und erzaehlte uns, dass ihre Mutter zwei Zimmer zu vermieten haette und wir nach unserem gemuetlichen Dinner doch vorbeischauen sollten.
Wir sind dann also mit gefuellten Maegen einen Block weiter gegangen und haben uns mit Maroma, einer alten Dame, ueber Neuseeland und die zu vermietenen Zimmer unterhalten. Maroma kommt urspruenglich aus Hollland und lebt nun schon seit 30 Jahren in Neuseeland.
Sie berichtete, wie sie den Umzug erlebt hat und wie auffaellig es war, dass Neuseeland eben am anderen Ende der Welt liegt und man so kaum etwas von anderen Laendern mitbekam. Kristin und ich hoerten interessiert zu und waren uns einig, dass Neuseeland zwar wirklich schoen ist, die Einwohner super freundlich und vor allem total hilfsbereit sind, wir uns in Deutschland aber sehr wohl fuehlen und froh sind dort zu leben. Auswandern - und dann auch noch in ein Land, dass so weit weg, geschichtlich so jung und wenig bevoelkert ist, kaeme fuer uns nicht in Frage. Zurueck beim Thema Zimmer angelangt, erfuhren wir die Preise fuer ein Einzelzimmer (pro Person $100 die Woche) und ein Doppelzimmer (insgesamt $160 die Woche). Sollten wir waehrend unserer Zeit hier in Te Puke mal keine Lust mehr auf Van und oeffentliche Toiletten haben und darueberhinaus bereit sein dafuer Geld auszugeben ("eigentlich muss das ja nicht sein", "wir kommen auch so zurecht", "waere eine Sache des Luxus" = SPARSAMKEIT), werden wir auf Maroma zurueck kommen.

Am Mittwoch, den 17.03. war es dann endlich so weit: Arbeitstraining von 9:30 bis 12:30! Wir waren gespannt.
Wie wir Deutsche so sind, waren Kristin und ich, ueberpuenktlich, schon um 9:15 vor Ort und durften im Versammlungsraum auf die anderen Arbeiter warten. Das Feld war bunt gemischt: jung und alt, dunkel-und hellhaeutig, einheimisch und auslaendisch - so ziemlich alles war vertreten.
Allerdings hatten wir mit mehr Backpackern gerechnet - aber vllt.(so dachten wir uns das jedenfalls), haben die sich auch nur gut getarnt und warten darauf von uns entlarvt zu werden. Um 9:40 erklaerte uns Ken, einer der Chefs, mit Hilfe einer Powerpointpraesentation, alles Wichtige ueber Seeka, wies uns auf Sicherheitsvorkehrungen hin (die letztendlich niemand so richtig ernst nahm) und fuehrte uns anschliessend ueber das Gelaende.
Dabei zeigte er uns natuerlich auch unseren zukuenftigen Arbeitsplatz: in einer grossen Halle stand eine lange Maschine, die auf einem Band Kiwis transportiert und die Fruechte an bestimmten Stellen (je nach Groesse der Kiwis) in Faecher fallen laesst. Vor diesen Faechern wuerden wir dann stehen und die Kiwis in Kartons einsortieren und verpacken.
Nachdem alle Fragen geklaert wurden, mussten wir noch unseren Fingerabdruck in Verbindung mit einer persoenlichen Kennnummer speichern.
Sinn und Zweck der Geschichte ist, sich bei Arbeitsbeginn und -ende an- bzw. abzumelden, damit Seeka weiss, wer an welchem Tag wie lange gearbeitet hat und bezahlt werden darf. Also immer schoen dran denken - sonst gibts kein Geld! Um 11 Uhr waren wir dann auch schon fertig, haben uns vergewissert eine sms zu bekommen, sobald klar ist, wann wir starten koennen (erst meinte Ken am Montag, dann hiess es von irgendwem Dienstag...es koenne aber auch sein, dass es erst Donnerstag los gehe) und zurueck im Van haben wir den Arbeitsvertrag auseinander genommen.
1. Unser Lohn $12,75 die Std. wurde noch nicht in die dafuer vorgesehene Luecke eingetragen
2. Die Kuendigungsfrist soll eine Stunde sein --> lieber noch mal nachfragen
3. Arbeitszeit und -ort koennen sich aendern --> wollen wir eig. nicht, wie wahrscheinlich ist sowas?
4. Stand da, dass wir samstags frei haben? Diese und andere Fragen klaerten wir dann kurz vor Arbeitsbeginn - Montag, Dienstag oder Donnerstag - was meint ihr?!

Nachmittags waren wir in der Buecherei, haben Strom fuer unsere Handyakkus geklaut und ich habe herausgefunden, dass man an den kostenlosen PCs, die eigentlich nur fuer die Suche von Buechern in der Bibliothek genutzt werden sollen, auf die Internetseite von Te Puke kommt.
Das war aber auch leider die einzige Internetseite, die nicht gesperrt war, hatte aber den Vorteil, dass man von der Te Puke Homepage online Postkarten versenden kann...quasi eine email ohne antwortmoeglichkeit. Immerhin koennen wir so mal was von uns hoeren lassen. =)

Da wir keine Lust hatten bis Montag oder Dienstag (oder Donnerstag) in Te Puke abzuhaengen (werden wir ja dann genug), beschlossen wir am 18.03. nach Whakatane zu fahren - free Internet, Strand, eine schoene Stadt, aber vor allem ein wilder Delfin, der sich von seiner Kolonie getrennt hat und nun in Whakatane von Bucht zu Bucht schwimmt und sich darueberhinaus auch noch von Touristen anfassen laesst und mit ihnen im Meer planscht, warteten auf uns!

Sonstiges:
- am 17.03. hab ich meine Jogginghose fuer nachts rausgekramt und das zu Recht; war ne eiskalte Nacht, sogar unsere Nasen sind fast abgefroren. Der Herbst kommt!

2 Kommentare 1.4.10 05:40, kommentieren


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